19.07.2010 – Das Evangelische Krankenhaus hat für Babys auf seiner Entbindungsstation 450 neue Schlafsäcke angeschafft, die die jungen Familien nach Hause mitnehmen können. Die Babyartikel aus der Produktion der Zweibrücker Firma Pinocchio sollen das Risiko des plötzlichen Kindstods reduzieren, indem sie die von Kinderärzten empfohlene Rückenlage beim Schlafen fördern. Die Hälfte der Gesamtkosten in Höhe von 6000 Euro übernimmt die Schuhfirma Rieker, Besitzerin des Dorndorf-Gewerbeparks im Stadtteil Niederauerbach. Am verbleibenden Anteil des Krankenhauses in Höhe von 3000 Euro beteiligt sich der Zweibrücker Club Round Table mit einer Spende in Höhe von 500 Euro. Im Club setzen sich gut 20 junge Männer im Alter von 18 bis 40 Jahren unter anderem für Kinderhilfsprojekte in der Region ein.
Im Jahr 2007 sind in Deutschland 228 Babys am plötzlichen Kindstod gestorben, der auch unter der englischen Abkürzung SIDS (Sudden Infant Death Syndrome) bekannt ist. Das macht das bislang nicht eindeutig geklärte Phänomen zur häufigsten Todesursache im Kleinkindesalter. „Für die Familien ist der plötzliche Tod ihres Kindes eine schreckliche Tragödie. Nach jüngsten Erkenntnissen schlafen Babys in Schlafsäcken sicherer“, weiß Thomas Oberinger, Direktor der Pflegedienste am Evangelischen Krankenhaus. „Dieses Mehr an Sicherheit wollen wir den Familien ermöglichen. Deshalb sind wir sehr froh, dieses Angebot mit Unterstützung unserer Sponsoren machen zu können.“
„Bereits im Jahr 2008 haben wir Schlafsäcke für die Entbindungsstation angeschafft“, berichtet Verwaltungsdirektor Karl-Heinz Weinberg. „Weil uns das Wohl der Kinder ein besonders Anliegen ist, haben wir uns zu einer Neuauflage dieses wichtigen Projekts entschlossen und freuen uns, wieder Partner dafür gefunden zu haben.“
„Uns ist es wichtig, junge Eltern auch nach der Geburt des Kindes begleiten. Dazu gehören nicht nur postnatale Nachsorge und Stillberatung. Wir wollen gemeinsam Vorsorge treffen, dass die Kinder zu Hause gesund heranwachsen. Dazu sollen die Schlafsäcke einen Beitrag leisten“, betont Dr. Peter Mayer, Chefarzt Gynäkologie.
Heike Höhn, Prokuristin beim Hauptsponsor Rieker, war „sofort bereit, dieses wichtige Projekt zu unterstützen“, wie sie sagt.